Alles über Parfüms


PARFÜM-KOMPOSITION

ENTWICKLUNG VON AROMATISCHEN KOMPOSITIONEN

Der Mix aus Ölen und Verstärkerstoffen wird häufig als aromatische Komposition bezeichnet. Diese Komposition bewirkt einen spezifischen Duft, welcher eindeutig mit einer spezifischen Parfüm-Marke in Verbindung gebracht wird. Demnach ist es die „Essenz“, welche über den Gebrauchswert dieses Produktes entscheidet. Die selbe Komposition kann später in vielen verschiedenen Kosmetik-Produkten verwendet werden.

Diese Kompositionen sind entweder streng geschützte Unternehmensgeheimnisse oder als besondere Marke patentiert. Das Entwickeln von aromatischen Kompositionen ist eine Kunst, an der zehntausende Menschen weltweit arbeiten. Menschen mit der Veranlagung zum Entwickeln von Kompositionen werden in der Branche als „Nasen“ oder Parfümeurinnen und Parfümeure bezeichnet. Nasen besitzen für gewöhnlich keinen besser ausgeprägten Geruchssinn als durchschnittliche Personen. Sie weisen vielmehr eine besser entwickelte psychische Eigenschaft auf – eine sinnliche Erlebnisfähigkeit.

Aromatische Kompositionen bestehen normalerweise aus einem Duftölgemisch von bis zu einigen duzenden Zutaten. Ein Teil davon ist natürlichen Ursprungs während der Rest synthetisch-chemisch hergestellte Duftstoffe sind.

Dieses Duftölgemisch teilt sich in sogenannte aromatische Noten:

Basisnote,
Herznote,
Kopfnote.

Die Basisnote beinhaltet langhaftende und schwere Bestandteile. Sie besteht aus Duftstoffen, welche meist einen eher unangenehmen Geruch haben, sofern sie unbegleitet sind. Diese Duftstoffe sind „die schwerste“ Komponente von ätherischen Ölen.
Obwohl die Basisnote nicht sehr intensiv zu spüren ist, ist sie sozusagen das Fundament und entscheidend für den Charakter einer Komposition. In dieser Note werden mehr und mehr chemische Verbindungen verwendet. Chemische Verbindungen an sich riechen nicht, jedoch zerfallen diese wenn sie mit Schweiß oder Luftfeuchtigkeit in Berührung kommen und senden so Duft-Mischungen aus. Auf diese Weise können Bestandteile, welche zuvor nur in der Kopfnote vorhanden waren, in die Basisnote „geschmuggelt“ werden.

Die Mittelnote – auch Verknüpfungs- oder Herznote genannt – besteht aus duftenden Verbindungen mit ziemlich schwacher Duftintensität. Sie ist die mittlere Phase des Duftablaufes. In vielen Kompositionen ist die Herznote selbst nicht zu riechen. Ohne sie wäre eine Komposition jedoch unvollständig. Die Basis- und die Kopfnote wären als zwei völlig unterschiedliche Düfte wahrzunehmen.

Die Kopfnote hat einen sehr intensiven Duft und leitet die erste Phase des Duftablaufes ein. Sie wird gleich nach dem Öffnen des Parfüm-Fläschchens wahrgenommen, verschwindet aber nach dem Auftragen auf die Haut schnell.

Die Komposition eines Parfüms – das Kombinieren von Düften in Noten – ist gewissermaßen mit der Entstehung von Musik oder Gedichten vergleichbar. Es gibt Zusammensetzungen mit einem führenden Duft, so dass alle drei Noten der Zusammensetzung einen sehr ähnlichen Geruch haben. Diese werden „Reif-Kompositionen“ genannt, da in der Kopf- und der Basisnote zwei oder mehrere Bestandteile gleich riechen, in der Herznote jedoch nicht auftreten. Die originellsten Kompositionen sind sogenannte „Kontrast-Kompositionen“, die allerdings am schwierigsten zu kombinieren sind. Sie geben einen scharfen Kontrast ab. Natürliche Komponenten sorgen für einen

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